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 Betreff des Beitrags: Das Ende von XP & die Zukunft von XP
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 5. Jul 2008, 18:46 
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Totgesagte leben länger

Von Christian Lanzerath

Neun Editionen, drei Service Packs, Millionen von PCs weltweit – Windows XP hat in sieben Jahren viel erlebt. Heute soll Schluss sein: Microsoft stellt den Vertrieb des Vista-Vorgängers zum 30. Juni 2008 ein. Damit verschwindet XP aber noch lange nicht vom Bildschirm. Der Oldie hat eine Zukunft und CHIP Online zeigt sie Ihnen.
Seit dem 31. Dezember 2001 ist Windows XP auf dem Markt. Trotz seines hohen Alters ist es noch immer beliebt und kommt häufig zum Einsatz – nicht zuletzt, weil viele User dem Nachfolger Vista skeptisch gegenüber stehen. Langsam aber sicher will Microsoft sich vom alten Windows verabschieden und verkauft ab dem 1. Juli 2008 keine Kopien von Windows XP mehr. Für viele Anwender bedeutet das: Wer einen neuen Rechner mit vorinstalliertem Windows kauft, muss fortan auf Vista setzen. Doch Microsoft lässt Ausnahmen zu und bis mindestens 2014 wird Windows XP noch weiterleben.

Eine Fotostrecke, stellt Chip auch zur Verfügung. Anzusehen hier:
http://www.chip.de/bildergalerie/101-ne ... 05765.html

Patches bis 2014
Dass Microsoft den Vertrieb von Windows XP einstellt, bedeutet nicht, dass auch der Support beendet wird. Noch fast sechs Jahre lang will der Hersteller XP-User unterstützen. Diesen Zeitraum unterteil Microsoft in zwei Phasen: Der erste Abschnitt läuft als "Mainstream Support" bis zum 14. April 2009. Dieser umfasst Sicherheitsupdates, Hotfixes und Support – je nach Lizenz kostenpflichtig oder gratis – wie bisher auch schon. In diesem Zeitraum kann Microsoft noch neue Features einbauen und Fehler beheben, die nicht sicherheitskritisch sind. Am 15. April beginnt dann der "Extended Support", der erst am 8. April 2014 endet. In dieser Phase erhalten Anwender nur noch Sicherheitsupdates. Sonstiges Hotfixes und kostenlosen Support wird es nicht mehr geben. Ausnahme: Kunden mit eine kostenpflichtigen Supportvereinbarung erhalten auf Nachfrage weiterhin nicht-sicherheitsrelevante Patches. Noch bis 2014 sollten XP-User somit zumindest sicher unterwegs sein. Allerdings sollten alle Anwender darauf achten, spätestens am 13. Juli 2010 auf das Service Pack 3 umzusteigen. Die Unterstützung für das zweite Service Pack endet an diesem Tag.

Eee PC als XP-Retter
Vom Vertriebsstopp sind die so genannten NetBooks oder Ultra-Low-Cost-PCs (ULCPCs) nicht betroffen. Dazu gehören etwa der Eee PC von Asus oder der Aspire One von Acer. Diese Mini-Notebooks haben nicht genug Leistung für Windows Vista. Gäbe es hier keine Ausnahme für Windows XP, setzten die Hersteller auf Linux. Microsoft überließe damit den Markt für Billig-Laptops komplett der Konkurrenz. Daher erhalten Acer, Asus und andere ULCPC-Bauer noch bis zum 30. Juni 2010 Windows XP Home für ihre kleinen Notebooks. Falls sich aber Windows 7 verspätet, steht Windows XP Home noch ein Jahr nach dem Verkaufsstart des Vista-Nachfolgers bereit.

XP-Downgrade für Vista-Kunden
In erster Linie trifft Microsofts Entscheidung die großen Computerhändler (OEMs) wie Dell, HP oder Lenovo. Diese dürfen keine PCs mehr mit Windows XP verkaufen – zumindest nicht ausschließlich. Denn über einen Umweg gibt es auch hier eine Lösung für XP-Fans: Die Downgrade-Option. Wer bei den großen OEMs einen Computer mit Vista Ultimate oder Business kauft, erhält auf Wunsch Windows XP Professional dazu. Besonders geschickt: Die Hersteller bieten teilweise an, XP schon vorab auf dem Rechner zu installieren. Der Kunde kauft so zwar einen Vista-PC, nutzt aber weiterhin Windows XP. Die Regelung gilt auch für Firmenkunden mit einem Volumenlizenzabkommen inklusive Enterprise Agreement. Kleinere, lokale PC-Verkäufer – von Microsoft System Builder genannt – dürfen Windows XP übrigens noch bis zum 31. Januar 2009 auf ihren Computern vorinstallieren.

Fazit
Microsoft schließt das Kapitel Windows XP nur halbherzig. Zahlreiche Ausnahmen sorgen dafür, dass das in die Jahre gekommene Betriebssystem auch noch nach dem 30. Juni 2008 weiter ausgeliefert wird. Einzig Endverbraucher, die sich ein Komplettsystem oder Standard-Notebook zulegen, müssen künftig Vista benutzen. Doch auch das wird wenig ändern, denn Aldi, Mediamarkt und Co. verkaufen schon seit langer Zeit fast nur noch Vista-PCs. Erst 2014 soll dem XP endgültig das Licht ausgeknipst werden. Dann wird das Betriebssystem 12 Jahre, 3 Monate und 8 Tage alt sein. Aber vielleicht gibt Microsoft dem erfolgreichen OS-Veteran dann nochmals eine Gnadenfrist.

Quelle: www.chip.de

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